Das dieses Jahr um eine Posaune und eine Trompete erweiterte Biberacher Bläserquartett gab am zweiten Weihnachtsfeiertag in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche St. Martin sein traditionelles Weihnachtskonzert. Mitwirkende waren in diesem Jahr wieder die St.-Martins-Chorknaben unter der Leitung von Johannes Striegel.
Den musikalischen Auftakt machte das erweiterte Biberacher Bläserquartett (Klaus Geyer, Helmut Reinhardt, Werner Sauter Trompeten und Wolfgang Fritzenschaft, Josef Schmid, Franz Schlegel Posaunen) mit der bekannten Biberacher Pastorale und einem zarten für drei Posaunen arrangierten Wiegenlied „Schlaf, schlaf holdseliges Jesulein“.
Zum 200. Geburtstag des oberösterreichischen Romantikers Anton Bruckner erklangen drei kleine Stücke aus der Feder des Meisters. Mit prächtigen Bläserklängen erfüllte ein lyrisches Andante und ein ausdruckstarkes Gebet von Bruckner den weiten Kirchenraum. Dazwischen intonierte der Chor Bruckners berühmte Motette „Locus iste“ mit wunderbar feinem Chorklang.
Die Weihnachtsfreude war in der Motette „Halleluja“ von Andreas Hammerschmit für alle hörbar. Die St.-Martins-Chorknaben wurden dabei von Frank Bossler an der Chororgel begleitet. In höchster Konzentration und großer Sangesfreude folgte der Chor dem umsichtigen Dirigat von Johannes Striegel.
Ein abwechslungsreiches Klangerlebnis bildete die aus sechs Teilen bestehende alpenländisch geprägte Tiroler Weihnachtsmesse, beginnend mit dem Kyrie und endend mit dem Weihnachtssegen. Die Bläser nahmen dabei hinter dem Chor Aufstellung um eine ausgewogene Klangbalance zu gewährleisten. Die Messe stammt aus dem Musikfundus des Innsbrucker Landesmuseums Ferdinandeum.
Die beiden Knecht Choräle „Lobt den Herrn, der Tag erscheint“ und „Wie können wir, Vater der Menschen, dir danken“ bildeten den Rahmen einer Reihe bekannter Weihnachtslieder.
Mit John Rutters „All bells in paradis“ der Martinschorknaben und einer bewegten dreisätzigen Bläserpartita von Carl Ditter von Ditterdorf sowie mit dem gemeinsamen wunderbar musizierten „Stille Nacht“ ging die festliche Stunde im abgedunkelten Kirchenraum zu Ende. Lang anhaltender Beifall war der Lohn für alle Mitwirkenden.


